Inspire me, Usbekistan!

Mythos Seidenstraße – in Usbekistan kann man auf ihren Spuren wandeln. Zugegeben, das Land ist nicht das klassische Luxusziel, aber es kann auch diese Zielgruppe bedienen. Ein, zwei Handvoll edle Hotels lassen sich problemlos finden. Die Magie des Landes mit freundlichen Menschen, reicher Kultur und bewegter Geschichte tun ihr Übriges. Lassen Sie sich von Usbekistan verzaubern!

Herrschaftlich erstrahlt das Mausoleum Gur Emir über Samarkand – ganz passend zu seinem Namen, der übersetzt etwa "Grab des Gebieters" lautet. Das imposante und 39 Meter hohe Bauwerk ist reich verziert und ein begehrtes Fotomotiv, vor allem zur blauen Stunde. Gur Emir ist die letzte Ruhestätte des ehemaligen usbekischen Herrschers Timur und Mitgliedern seines Stammes. Interessant: In der imposanten Kuppel steckt eine zweite, die das Gebäude von innen deutlich kleiner wirken lässt.

Köstliches Kunstwerk: In Usbekistan spielt das traditionelle Fladenbrot, hier Lepyoschka genannt, eine große Rolle und darf bei keinem Essen fehlen. Es gibt etwa 15 verschiedene Sorten des kunstvollen Gebäcks, und alle werden von Hand ausschließlich von Männern hergestellt, da viel Kraft benötigt wird. Je nach Region schmecken die Brote anders, hübsch sind sie jedoch überall anzusehen: Die Usbeken stempeln ihre Fladenbrote nämlich mit viel Liebe zum Detail.

Die Oasenstadt Khiva im Südwesten des Landes ist quasi ein Freilicht-Museum. Bereits seit 1967 trägt sie den Titel Museumsstadt, die Altstadt Ichan Qal'a steht seit 1990 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Zu sehen gibt es einiges, darunter die Medrese (Islamschule) Muhammad Amin Khan samt dem mit bunten Kacheln verzierten Minarett Kalta Minor (Foto), die Zitadelle Konya Ark sowie die Stadtbefestigung Itchan-Kala. Übrigens: Die Stadt Khiva blickt auf eine rund 2.500-jährige Geschichte zurück!

Weithin sichtbar und besonders schön anzusehen im Abendrot ist das Minarett Islam Khodja in der Altstadt von Khiva. Es ist Teil der gleichnamigen Medrese und wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut. Wer schwindelfrei ist, kann die Plattform in 57 Metern Höhe erklimmen und wird mit einem großartigen Blick über Khiva belohnt. Geschmückt ist der Turm übrigens mit unzähligen blauen, weißen und grünen Keramikfliesen, die sich wie Bänder um ihn winden.

Basare sind die große Leidenschaft der Usbeken. Ob unter den berühmten Kuppeln von Buchara, unter freiem Himmel oder in Gebäuden: Auf den Basaren ist fast alles zu bekommen, was zum täglichen Leben benötigt wird, von Gewürzen (Foto) über die traditionellen Fladenbrote bis hin zu Obst und Gemüse. Aber auch Stände mit Souvenirs, Kleidung, Turbanen oder Schmuck sind zu finden. Berühmte Basare in Taschkent sind etwa der Chorsu Basar und der Oloy Basar, in der ehemaligen Hauptstadt Buchara ist etwa die Taki-i-Sarrafon-Handelskuppel ein guter Anlaufpunkt.

Eine Rakete mitten in Taschkent? Sieht zwar so aus, ist aber der Fernsehturm der usbekischen Hauptstadt. Das imposante Bauwerk ist 375 Meter hoch und gehört damit zu den höchsten seiner Art. Im unteren fünfstöckigen Turmkorb sind zwei Drehrestaurants untergebracht, Aussichtsplattformen gibt es in 97 und 109 Metern Höhe. In die Architektur des Turms wurden usbekische Stilelemente eingebaut, die weithin sichtbar sind.

Altertum-Fans vor! In der Stadt Khojayli, rund zehn Kilometer von Nukus entfernt, befindet sich die Nekropole Mizdakhan. Vor allem findet man dort jede Menge alte Steine, aber die erzählen eine bewegte Geschichte. Die Totenstadt, deren Name übersetzt "Ort der Pilger" bedeutet, wird tatsächlich regelmäßig von diesen besucht. Um Mizdakhan ranken sich viele Legenden. Eine besagt, dass jedes Jahr ein Ziegel aus den alten Gemäuern fällt. Sind alle gefallen, naht das Ende der Welt.

Viele Aufgaben hatte das Kalon-Minarett einst: Hoch oben im Turm riefen schon zu 1127 nach Christus die Muezzin zum Gebet. Darüber hinaus fungierte das heutige Wahrzeichen der Stadt Buchara als Wachturm und wies den Karawanen den Weg. Der kunstvoll mit Ziegeln, Mustern und Schriften versehene Turm ist 50 Meter hoch und hat oben eine Galerie mit 16 Spitzbogenfenstern.

Na, hat die Magie der Bilder gewirkt?

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