Luxury Bloc ­– Die Eindrücke

Die Wirtschaftsexperten von Deloitte bescheinigen der CEE-Region ein jährliches Wachstum der Superreichen, das ebenso hoch ist wie das des gesamten DACH-Marktes. Allen voran Polen: Hier soll die Zahl der UHNWI laut der britischen Immobilienfirma Knight Frank bis 2025 sogar um 61 Prozent ansteigen. Höchste Zeit, mal einen Blick über den deutschsprachigen Tellerrand zu werfen! LuxusInsider hat sich auf der Luxusreisen-Fachmesse Luxury Bloc in Prag umgehört.

1. Herzlich willkommen!

Zum Auftakt begrüßt Messe-Chefin Gabriela Markova ihre Gäste im Mandarin Oriental Prague. Die Geschäftsführerin der Agentur GM Selection hat für diesen ersten Abend vier Reiseprofis aus der CEE-Region eingeladen, auf der Bühne über ihre Erfahrungen im Krisenjahr zu sprechen – und darüber, wie es nun bergauf geht. Spannende Einblicke!

2. Wiedersehen macht Freude!

Das Stimmengewirr beim ersten Dinner ist Beweis dafür, wie sehr den Luxusreise-Profis der Austausch untereinander gefehlt hat. In diesem Punkt unterscheiden sich deutschsprachiger und osteuropäischer Markt definitiv nicht. Da wird das nett angerichtete Buffet des Mandarin Oriental beinahe zur Nebensache!

3. Auf die Messe, fertig, los!

An zweieinhalb Tagen treffen 46 Aussteller auf 55 Travel Agents. Für jedes Meeting sind 20 Minuten eingeplant – eine Länge, die auf große Begeisterung stößt. Sehr beliebt unter den Teilnehmern: die App, mit der man im Vorfeld alle Teilnehmer sehen, miteinander in Kontakt treten und digitale Visitenkarten austauschen kann. So geht Messe heute!

4. Luxuswissen made in Germany

Aus Deutschland ist Susanne Küst von City-Reisen als Buyer mit von der Partie: "Die anwesenden Supplier sind durchaus spannend für mich, obwohl es nicht 'mein Markt' ist – das gilt unter anderem für einige der Malediven-Resorts hier. Die Messe ist sehr professionell und ansprechend organisiert. Auch die Site Inspection im Mandarin Oriental fand ich toll: Die Ansprechparterin für Group Sales hat die Führung wunderbar gemacht, und die Presidential Suite war der Hammer! Aber mein charmantes Gasthotel The Augustine gefällt mir fast noch ein bisschen besser."

5. Natalie Salewski, One&Only

Sales-Managerin Natalie Salewski aus dem One&Only-Büro in Frankfurt kann den direkten Vergleich zum deutschen Markt ziehen: "Die Qualität der Einkäufer ist durchgehend hoch, alle verkaufen regelmäßig im Luxussegment und kennen unsere Marke gut. Die Buyer hier sind sehr proaktiv und interessiert – auch an Häusern in Destinationen, die momentan noch für Urlauber geschlossen sind. Besonders groß ist das Interesse an den Häusern im Bucket-List-Ziel Ruanda und dem neuen One&Only im nahegelegenen Montenegro. Die 20 Minuten Gesprächszeit sind mir teilweise sogar ein bisschen zu kurz!"

6. Welcome Dinner mit Einlage

"Opera Theme" steht etwas mysteriös auf dem Programm für das Welcome Dinner im Restaurant Mlynec, direkt am Ufer der Moldau und mit Blick auf die berühmte Karlsbrücke. Anfangs wirkt alles ganz normal: Nach dem Willkommensdrink, den Adriana Sladovnikova von Faveo Concierge (links) und Semiha Askin vom Joali Being hier genießen, nehmen alle die Plätze ein und das Servicepersonal kümmert sich rührend. Nur…

7. Überraschung!!!

…das sind gar keine Service-Mitarbeiter, sondern hervorragend ausgebildete Opernsänger, die urplötzlich anfangen zu singen! Jetzt schnell das Smartphone zücken und diesen Moment für die Ewigkeit festhalten – Gänsehaut-Feeling garantiert!

8. Am Start für den zweiten Messetag

Am zweiten Tag ist auch die Schweiz vertreten: durch Reiseberaterin Susanne Najid. "Ich bin zum ersten Mal auf dem Luxury Bloc dabei. Es gibt so viele Messen für das Luxusreise-Segment, da muss ich genau priorisieren, an welchen ich teilnehme. Dieses Jahr habe ich mich für Luxury Bloc entschieden und bin sehr zufrieden: Die Messe ist gut organisiert, ich kann in kürzester Zeit sehr viele Termine wahrnehmen. Für mich ergibt sich hier ein guter Mix aus Kontaktpflege mit bestehenden Partnern und der Möglichkeit, neue Anbieter kennenzulernen. Besonders gefällt mir, dass hier neben den Hotels auch diverse DMCs anzutreffen sind. Ich habe Kunden aus aller Welt, und eines steht fest: Die sind mehr als reisewillig – die wollen endlich raus."

9. Chris Bach, Quark Expeditions

Und noch ein bekanntes Gesicht aus dem deutschen Markt: Chris Bach, Business Development Manager Europe bei Quark Expeditions, stellt den Einkäufern ihr Portfolio an Expeditionskreuzfahrten vor. "Der Großteil der Buyer kennt unser Unternehmen, etwa 30 Prozent davon sogar richtig gut. Bislang habe ich aber noch niemanden gesprochen, der uns auch schon verkauft hat – aber der Wille ist definitiv da! Sie fragen in erster Linie nach Verkaufsargumenten und haben reisewillige Kunden. Der Hauptunterschied zum deutschen Markt: Die hiesigen Einkäufer sind an internationale Produkte gewöhnt, das hilft uns natürlich. Und: Es gibt kein nationales Produkt, mit dem wir in Wettbewerb treten müssten."

10. Nur Buddha ist Zeuge

Wenn schon, denn schon: Die Closing Party der Messe findet in der legendären Buddha Bar statt, nur wenige Schritte entfernt vom Altstädter Ring. Nicht nur, dass das Lounge-Ambiente ausgesprochen schick ist: Für die Teilnehmer aus Deutschland ist es auch ein Highlight, endlich mal wieder einen Nachtclub von innen zu sehen.

11. Glückliche Gastgeberin

Am letzten Abend der Messe zieht Gastgeberin Gabriela Markova (Mitte) ein kleines Fazit: "Ich bin sehr zufrieden, weil es nur einen einzigen No-Show gab und wir trotz der neuen Reisebeschränkungen deutlich mehr Buyer und Supplier begrüßen konnten als im Vorjahr. Unsere Stärke ist es, dass wir hier jeden persönlich kennen: Wir laden keine Agenturen ein, sondern handverlesene, individuelle Agents. Daher wollen wir auch in Zukunft maximal 70 Teilnehmer pro Seite haben. Und das funktioniert: Mir haben schon diverse Supplier gesagt, dass sie hier während der Messe bereits erste Buchungen von den Buyern erhalten haben. Wir haben auch immer ein paar Einkäufer dabei, die nicht aus dem osteuropäischen Raum stammen, dieses Jahr zum Beispiel aus Deutschland, der Schweiz und Spanien. Das sind meine Top-Buyer von GM Selection. Die Messe ist wirtschaftlich ein Erfolg, aber das ist nur ein Bonus für uns: Dieses Event ist eher eine Passion; wir wollen eine perfekte Luxus-Tradeshow veranstalten. Künftig sind auch andere Städte in der CEE-Region denkbar, aber natürlich ist in erster Linie Prag mein Playground."

12. Bon Appetit!

Ein Catering-Buffet in einem Nachtclub? Kann das die verwöhnten Gaumen der Luxusreise-Profis überzeugen? Und ob: Von Sushi bis Piri-Piri-Chicken – das Abendessen in der Buddha Bar ist richtig gut und schafft Grundlage für eine ausgelassene und feucht-fröhliche Nacht.

13. Let's Dance!

Danke, Tschechien! Keine Abstandsregeln, kein Tanzverbot: Für viele Messeteilnehmer ist es nach langer Zeit wieder die erste Möglichkeit, den Dancefloor zu rocken. Und das lassen sich die Teilnehmer des Luxury Bloc nicht zweimal sagen – obwohl einen die auf den Punkt getroffene Musikauswahl dann doch ein bisschen misstrauisch macht: Der DJ scheint die "Hits unserer Jugend" verdächtig gut einzuschätzen…

14. It's a wrap! See you next year!