Chile Workshop Europa 2026
Ziele in Südamerika sind beratungsintensiv. Sich dort auszukennen und besondere Reisen und Produkte im Köcher zu haben, lohnt immer. Auf dem Chile Workshop Europa in Madrid konnten sich europäische Buyer mit chilenischen Anbietern austauschen. Der Zeitpunkt ist günstig, denn die Anreisemöglichkeiten aus Europa, vor allem aus Deutschland, steigen deutlich an. Hier kommen die Highlights des Events!
von LuxusInsider Senior Editor Cathrin Lührs
Chile Workshop Europa
Ziele in Südamerika sind beratungsintensiv. Sich dort auszukennen und besondere Reisen und Produkte im Köcher zu haben, lohnt immer. Auf dem Chile Workshop Europa in Madrid konnten sich europäische Buyer mit chilenischen Anbietern austauschen. Der Zeitpunkt ist günstig, denn die Anreise aus Europa, vor allem aus Deutschland, steigen deutlich an. Hier kommen die Highlights des Events!
von LuxusInsider Senior Editor Cathrin Lührs
Der Chile Workshop Europa in Zahlen:
Länder
...waren auf der Buyer-Seite vertreten. Die Teilnehmer sind aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Belgien, Norwegen, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien angereist.
Buyer
...aus ganz Europa haben beim Workshop in Madrid Infos über Chile gesammelt und neue Kontakte geknüpft. Einige sind erstmals dabei gewesen, andere bereits Wiederholer. Interessant war's jedoch für alle!
Supplier
...sind extra aus Chile angereist, um sich zwei Tage mit den Einkäufern aus Europa auszutauschen und neue Geschäftspartner zu finden. Besonders stark vertreten waren DMCs aus ganz Chile.
Memorable Moments

Begeisternde Begrüßung
Ganz schön exotisch: Rapa Nui, auch als Osterinsel bekannt, präsentierte sich am Eeröffnungsabend den Gästen – stilecht mit Tänzern direkt von der Insel, die für ordentlich Stimmung sorgten.
Foto: Turismo Chile

Motivierende Meetings
Let's get to work! Jeweils 15 Minuten tauschten sich Buyer und Supplier aus. Bereits im Vorfeld konnten beide Seiten Meetings mit ihren Wunschpartnern vereinbaren. Aber auch spontan gab es Treffen.
Foto: Turismo Chile

Erstklassige Empanadas
Ja, kulinarisch hat Chile ordentlich was auf dem Kasten! An beiden Workshop-Tagen wurden die Teilnehmer bestens mit Köstlichkeiten aus dem südameriaknischen Land versorgt. Und klar: Auch der Wein kam aus Chile!
Foto: Turismo Chile
Interview mit Maria Paz Lagos Valdivieso, Vize-Tourismusministerin in Chile
Noch ganz frisch ist Maria Paz Lagos Valdivieso in ihrem Amt als Subsecretaria für Tourismus in der neuen chilenischen Regierung. Im Gespräch mit LuxusInsider erzählt sie, wo Chile gerade in Sachen Tourismus steht und welche Pläne es gibt.
Foto: Turismo Chile
LuxusInsider: Warum findet der Chile Workshop Europa in Madrid statt?
María Paz Lagos Valdivieso: Für mich ist es der erste Workshop in Europa, seit ich vor drei Monaten das Amt der Vize-Tourismusministerin übernommen habe. Für Chile ist es aber bereits das dritte Mal, dass wir einen solchen Workshop in Europa veranstalten. Europa ist für uns sehr wichtig: Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien zählen zu unseren zentralen Märkten. Am ersten Tag haben wir mit Buyern aus Spanien gearbeitet, am zweiten folgte der Workshop mit europäischen Buyern – darunter auch viele aus Deutschland. Gerade europäische Gäste, und besonders auch deutsche Besucher, mögen Natur sehr.
LuxusInsider: Was erhofft sich Chile von dem Event? Lagos Valdivieso: Ich hoffe, dass mehr Europäer nach Chile reisen. Mit Spanien haben wir bereits eine sehr gute Verbindung, es gibt 27 Direktflüge pro Woche. Deutschland ist für uns noch eine Herausforderung. Mein Ziel ist es, bis zum Ende meiner Amtszeit Lufthansa wieder nach Chile zurückzubringen. Ich werde mich dazu mit dem deutschen Botschafter in Chile treffen, möchte aber auch in den kommenden Wochen direkt mit der Airline in Kontakt treten. Der deutsche Markt ist für uns sehr spannend. Die Zahl der deutschen Besucher ist zuletzt gestiegen. Im vergangenen Jahr war Spanien noch der wichtigste europäische Markt für uns, jetzt ist Deutschland an erster Stelle.“
LuxusInsider: Warum ist der deutsche Markt so spannend für Chile?
Lagos Valdivieso: Ich glaube, deutsche Gäste mögen Natur sehr. Sie sind abenteuerlustig, und Chile passt sehr gut dazu. Gleichzeitig ist Chile ein ruhiges und sicheres Land. In einer Zeit, in der es Kriege im Nahen Osten und auch in Europa gibt, reisen die Menschen weiterhin, schauen aber genauer, wohin sie reisen. Südamerika und Chile werden dabei als sicherer wahrgenommen. Wer in Santiago landet, hat sofort viele Möglichkeiten. In etwa 45 Minuten ist man in den Bergen zum Skifahren, in rund einer Stunde an der Küste.
Von Santiago aus kann man weiterfliegen – in rund zwei Stunden in die Seen- und Vulkanregion oder in etwa drei Stunden nach Punta Arenas.
LuxusInsider: Welche Rolle spielen Luxusreisen in Chile?
Lagos Valdivieso: Luxusreisen werden für Chile immer wichtiger, besonders in Patagonien und in der Antarktis – etwa mit Kreuzfahrten, aber nicht nur dort. Auch im Norden haben wir sehr gute Häuser und Fünf-Sterne-Hotels. Wichtig ist für uns vor allem eine Art von einfachem Luxus. Das ist ein Trend, den wir in Chile weiter stärken möchten: Luxus in Verbindung mit Natur, mit Communities und mit echten Erlebnissen. Ich glaube, diese Nische wird weiter wachsen, und wir haben eine gute Möglichkeit, sie noch stärker zu promoten.
LuxusInsider: Welche Zielgruppen wählen Chile als Land für ihren Luxusurlaub?
Lagos Valdivieso: Ich sehe in vielen europäischen Ländern ein wachsendes Interesse am Luxussegment. Besonders spannend ist aus meiner Sicht die Zielgruppe zwischen etwa 35 und 64 Jahren. Jüngere Reisende suchen oft eher Risiko und Abenteuer, während diese erwachsene Zielgruppe zunehmend nach hochwertigen Reiseerlebnissen sucht.
LuxusInsider: In diesem Jahr war Chile nicht auf der ITB vertreten. Wird sich das wieder ändern?
Lagos Valdivieso: Richtig: Ja! Wir haben die Regierung mit einem um 30 Prozent reduzierten Promotion-Budget übernommen. Im nächsten Jahr werden wir dieses Budget aber verdoppeln und die Promotion in unseren Prioritätsmärkten ausbauen. Deutschland ist für uns ein solcher – deshalb werden wir im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder auf der ITB Berlin vertreten sein.
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Top 3: Unsere Lieblingsmeetings auf dem Chile Workshop
Das sagen die Teilnehmer
Chiara Valsecchi · Earth Viaggi, Italien
"Der Workshop ist sinnvoll, und ich komme gerne. Bei der Organisation gibt es aus meiner Sicht aber noch Luft nach oben – vor allem bei der Auswahl der Supplier und bei der Pünktlichkeit der Meetings. Einige Produkte waren neu für mich, andere kannte ich bereits. Mein Veranstalter hat viel Erfahrung im Verkauf von Chile, deshalb ist es grundsätzlich schwer, wirklich Neues zu entdecken. Trotzdem habe ich ein paar spannende Ausflüge und ein neues Hotel kennengelernt. Die Gesamtdauer des Events passt gut, weil ich nur zwei Tage nicht im Büro bin. Ich war auch im vergangenen Jahr schon dabei, und auch wenn ich diesmal nicht sehr viel Neues mitgenommen habe, ist es immer wertvoll, Kontakte aufzufrischen und sich wieder zu vernetzen. Wünschen würde ich mir, dass jedes Jahr neue Supplier eingebunden werden – und ein besseres Agenda-Tool."

Foto: LuxusInsider

Foto: LuxusInsider
Julia Drefs · Windrose Finest Travel, Deutschland
"Generell fand ich den Workshop sehr hilfreich. Es gab tatsächlich viele Nischenanbieter und Hotels, die mir wieder neue Impulse gegeben haben. Ich habe schon neue Ideen für Reisen abseits der meistbesuchten Ziele in Chile. Ein weiteres Mal würde ich auf jeden Fall teilnehmen, aber ich würde ich mir wünschen, dass die Leistungsträger variieren und durchwechseln, das ist gerade im Luxusbereich wichtig. Es wäre schön, wenn aus diesem Segment mehrere vertreten wären. Ich habe zwei Hotels an ganz besonderen Orten entdeckt, die ich nicht kannte. Die passen gut zu uns! Insgesamt fand ich das Event sehr kompakt, aber auch knapp bemessen. Das finde ich eigentlich nicht schlecht, vielleicht kann man die Zeit aber noch ein bisschen effizienter nutzen. Etwa die Meetings an zwei halben Tagen oder einen halben Nachmittag und einen Tag – so, dass es immer noch mit dem Flugverbindungen passt und alle bis zum Schluss teilnehmen können."
Nuria Rodríguez de Llanos · Uniqa Destinations, Spanien
"Der Chile-Workshop war richtig gut – vor allem, weil man hier direkt mit DMCs und lokalen Travel Companies ins Gespräch kommt. Von der Atacama-Wüste im Norden über Santiago de Chile und die Seenregion bis hinunter nach Patagonien, dazu auch Rapa Nui: Die Vielfalt war groß. Für mich war es nicht die erste Teilnahme, sondern schon das dritte Mal. Und trotzdem ist es jedes Mal hilfreich. Der direkte Austausch mit den chilenischen Partnern bringt neue Ideen, neue Touren und neue Experiences, die wir unseren Kunden anbieten können. Besonders spannend waren für mich die Gespräche rund um Patagonien und die Atacama-Wüste. Ich nehme auf jeden Fall neue Programme und Inspirationen mit – sowohl für den spanischen als auch für den US-amerikanischen Markt."

Foto: LuxusInsider