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10 Jahre LuxusInsider
Am 19. April 2016 erschien die allererste Ausgabe des LuxusInsiders. Zehn Jahre – eine lange Zeit, die irgendwie doch wie im Flug verging. Von schräg bis Ich-mach-mir-gleich-in-die-Hose, von lustig bis "Echt jetzt?!": Hier ist eine Auswahl der unvergesslichsten Momente, die wir seit Bestehen des LuxusInsiders erlebt haben. Plus: Jede LuxusInsiderin kürt ihre bisherige Lieblingsreise!

Herausforderndste Reise
Airport Tokyo-Narita – und ich habe null Durchblick. Wo fahren hier die Züge? Und wie bekomme ich das Ticket? Mit ein wenig Geduld ist das am Schalter erledigt, hier wird Englisch gesprochen. Davon kann man an vielen anderen Stellen nicht ausgehen, wie ich schnell feststelle. Mein Shinkansen-Ticket von Tokyo nach Nikkō, Kyoto und zurück wurde mir netterweise von einem deutschen Expat besorgt. Denn da auch die App im Jahr 2023 nur Japanisch sprach, war ich ohne ihn völlig aufgeschmissen. Doch das japanische Streckennetz hat auch für erfahrene Zugfahrer Tücken eingebaut. Als ich durchs Drehkreuz zum Gleis wollte, hat dieses gestreikt. Die herbeieilende Mitarbeiterin versucht mit drei Brocken Englisch zu erklären, dass ein Teilstück meiner Strecke von einem anderen Anbieter betrieben wird. Ergo: Ich brauche ein zweites Ticket. Okay… auf zum Automaten – der keine Kreditkarten annimmt. Sprach- und Geldbarrieren zum Trotz habe ich meinen Zug noch bekommen. Das Stresslevel war… hoch. Heißer Tipp: Schaut Euch an Bahnhöfen in Japan immer an, wie es die anderen machen. Meine Angst, etwas falsch zu machen, war im korrekten Japan ganz schön hoch!
Cathrin Lührs

Heftigster Pipi-Moment
Gorilla Tracking in Ruanda – ein Bucket-List-Traum wird wahr! Die Gruppe aus acht Besuchern kämpft sich im Gänsemarsch durch das Dschungel-Dickicht, ich halte mich schön in der Mitte (und verdränge mühsam alle Gedanken daran, was mir jetzt gerade alles durch die Haare kriechen könnte). Dann verschwindet vor mir einer nach dem anderen: Knieschmerzen, tolles Fotomotiv, whatever – und ungewollt führe ich das Grüppchen an. Urplötzlich weitet sich der Wald und wir treten auf eine Lichtung, auf der sich die Gorilla-Familie sonnt. Der Silberrücken ist wohl nicht in Stimmung für Besucher – und stürmt wütend auf mich zu. Tarzan-mäßig, mit imposantem Brustgetrommel. Ich sag mal so: Bei der Einführung hatte man uns eingetrichtert, in so einem Fall auf keinen Fall wegzurennen. Aber hätte ich gekonnt – ich wäre sowas von gerannt! Doch neben mir undurchdringliches Grün und hinter mir auf dem schmalen Pfad andere Menschen. Aaahhhhh!!!! Kurz vor mir stoppt das riesige Tier, guckt uns mit einem "Ich Chef, Du nix!"-Blick an und beginnt seelenruhig, an Blättern zu kauen. Don’t mess with Big Daddy – die Message haben wir verstanden!
Iris M. Köpke

Peinlichste Aktion
Sommer, Sonne, Poolfreuden: Zur Neueröffnung des Six Senses auf Ibiza hatte ich eine tolle Suite direkt am Pool. Zwischen meiner Terrasse und dem Wasser stand eine Cabana, die gefühlt meinen Namen trug. Also machte ich es mir dort morgens gemütlich: MacBook, Buch, Pareo, alles bestens. Zum Lunch ließ ich meine Sachen entspannt liegen – rund um den Pool war schließlich genug Platz frei. Als ich zurückkam, lag plötzlich irgendein Herr mit seiner Frau auf "meiner" Liege, das Kind planschte im Pool – und meine Sachen waren verschwunden. Wenig begeistert pampte ich den überraschten Mann an. Er stammelte nur hilflos etwas auf Französisch vor sich hin, was meine Stimmung nicht gerade verbesserte. Bis der Poolboy hektisch angerannt kam, mich beiseite zog und sich tausendmal entschuldigte: Nicht der Gast hatte meine Sachen weggeräumt, sondern das Hotel. Sie hatten nämlich vergessen, für einen VIP-Gast, der sich tags zuvor angekündigt hatte, eine Cabana zu reservieren. Tja. Beim Abendessen war ich dann der Running Gag des gesamten Hotels: die Frau, die mal eben Weltklasse-Fußballer Zinedine Zidane von seiner Cabana gefaucht hat.
Melanie Haaß

Größter WTF-Moment
Dezember 2021. Zur Team-Weihnachtsfeier im Steakhouse sind auch die freien Mitarbeiter eingeladen, darunter der einzige Herr im Team (mit Glatze und weißem Bart). Auf Geheiß von Melli tragen alle Anwesenden Weihnachtsmann-Mützen oder Haarreifen mit Rentier-Geweih – soll ja schließlich feierlich aussehen. Nun ja: Alle abgesehen von besagtem Gentleman. Auf dem Rückweg vom Örtchen zum Tisch hält ein wildfremder männlicher Gast die Gründerin und Chefredakteurin an. "Wieso trägst Du denn ein Rentier-Geweih?" Ich deute auf unseren Tisch: "Weil wir heute Weihnachtsfeier haben. Alle tragen eine weihnachtliche Kopfbedeckung." Er schaut rüber: "Tatsächlich! Witzig. Und alle machen mit, nur der Chef nicht." Selten so geschäumt!
Iris M. Köpke

Elegantester Transfer
Angekommen in der Schweiz bin ich mit dem Zug (pünktlichst auf die Sekunde übrigens) und dem Auftrag, verschiedene Hotels anzuschauen – Business as usual. Schon mein erster Transfer kann sich sehen lassen: ein Maybach, Standard-Gefährt des Parkhotel Vitznau. Noch mehr Stil bekommt meine Schweiz-Tour jedoch ab Interlaken: Das Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa bietet seinen Gästen auf Wunsch Transfers in einem Rolls-Royce Phantom V aus den 1960er Jahren. Klar, dass ich diesen Fahrgenuss auch einmal testen muss – immerhin wurden von dem edlen Gefährt nur 518 Stück hergestellt. Und siehe da: Man sitzt wie auf Wolken und wird sehr elegant durch die Gegend geschaukelt. Ein Gläschen Bubbles mit Blick auf den Brienzersee – very royal!
Cathrin Lührs

Unangenehmste Begegnung
Eigentlich sollte es ein ganz entspannter Spaziergang mit einem Nature Guide durch die sattgrünen Tee-Plantagen Sri Lankas werden. Schon vorab hatte ich vorsorglich angekündigt, dass ich bitte lieber nicht mitten durchs Gestrüpp laufen möchte – alles, was kreucht und fleucht, sorgt bei mir eher für Panik als Naturromantik. Plötzlich bleibt unser Guide wie aus dem Nichts stehen, greift blitzschnell zu – und hält einfach mal so ganz easy eine Kobra in der Hand. Eine echte! Ich hatte das Monster nicht einmal gesehen. Während der Guide die Schlange seelenruhig zurück in den Hang beförderte, hörte man mich vermutlich noch kilometerweit quieken! Mein Überlebensinstinkt bestand übrigens darin, mich möglichst schnell hinter meiner lachenden Reisebegleitung zu verstecken…
Melanie Haaß

Schrägste Verpflegung
Ich weiß, ich weiß: es gibt viele Ayurveda-Fans da draußen. Bekannterweise gehöre ich eher nicht dazu. Dafür liebe ich Steaks, Pizza und ein gutes Glas Rotwein einfach zu sehr. Mein persönliches Highlight an Ayurveda waren immer eher die Massagen. Umso spannender die Einladung ins neue Engel Ayurpura in Südtirol: Neben dem Michelin-prämierten Engel Gourmet & Spa hat die Tochter des Hauses dort ein zweites Refugium eröffnet – und es komplett ihrer Leidenschaft für Ayurveda gewidmet. Mit herausragenden Ayurveda-Spezialisten, Behandlungen auf Top-Niveau und einer Edel-Küche, die das gesunde Konzept konsequent mitträgt. Für mich hieß das: drei Tage Ayurveda-Fasten – was tut man nicht alles für die Majestät Job! Und ich muss zugeben: Es war überraschend köstlich. Trotzdem habe ich mich danach ziemlich innig auf einen ordentlichen Kaiserschmarrn gefreut…
Melanie Haaß

Magischster Moment
Für einige Bucket-List-Items nimmt man ja auch das gruseligste "In-der-Nähe-tobt-ein-Hurrikan-und-bringt-ganz-viel-Regen" in Kauf. Auf diese Liste gehört definitiv das Erlebnis, Mini-Schildkröten an einem karibischen Strand in Costa Rica auf ihrem Weg ins offene Meer zu begleiten. Der Regen-Gott hat für diesen magischen Moment ein Einsehen und hält kurz inne. Mein Guide zeigt am ansonsten menschenleeren Strand im Tortuguero-Nationalpark auf recht unscheinbare Stellen um Sand, buddelt sanft etwas – und schon sehe ich die ersten kleinen Schildkrötchen! Sind die süüüüß! In Schwerstarbeit haben sie sich ganz weit aus dem Sand hochgekämpft und tapsen äußerst niedlich aufs Meer zu, in dem sie mit der nächsten Welle verschwinden. Irgendwann kommen die Lady-Schildkröten zurück. Denn Eier werden immer da abgelegt, wo man selbst zur Welt gekommen ist.
Cathrin Lührs

Unerwarteteste Eskorte
Nicht nur mein sicherster, sondern definitiv auch der lustigste Transfer trug sich auf Bali zu. Bekanntermaßen ist die Insel inzwischen verkehrstechnisch eher herausfordernd. Als wir landeten, hatten wir uns innerlich auf eine lange Fahrt eingestellt. Im gemütlichen BMW X6 des Bulgari Resort alles fein – mit frischem Smoothie, duftenden Handtüchern und Snacks. Kaum fuhren wir los, tauchte plötzlich Blaulicht vor uns auf. Oh je, haben wir was angestellt? Nee, wir hatten ernsthaft eine Motorradpolizei-Eskorte! Während sich normalerweise der Stau bis runter nach Uluwatu zieht, wurde vor uns einfach alles freigeräumt. Tausende Roller verschwanden wie von Zauberhand und wir glitten entspannt durch den balinesischen Horrorstau. Alle drei erfahrenen Luxus-Touristiker im Auto hatten so etwas noch nie erlebt. Entsprechend hatten wir die ganze Fahrt über Tränen in den Augen vor Lachen.
Melanie Haaß

Berühmtester Interviewpartner
Auf dem Gala-Abend der Loop Spring 2018 in Frankfurt am Main ein Interview mit Vitali Klitschko zu seinem Design-Hotel 11 Mirrors in Kiew – da war die Welt in der Ukraine noch in Ordnung. Er besteht darauf, dass sich das Gespräch ausschließlich ums Hotel dreht, nicht um ihn als Promi. Da hat er Glück mit mir: Ich wusste vorher nicht mal, dass er Deutsch spricht… bin wohl irgendwie nicht der Typ Sportgroupie.
Iris M. Köpke

Unerfülltester Traum
Wir haben einen Traumjob, den wir für (fast) kein Geld der Welt eintauschen würden. Aber der Pressereise-Gott erhört unsere Gebete einfach nicht: WIR WOLLEN IN DIE ANTARKTIS!!! Einmal leuchtend blaue, bizarr geformte Eisskulpturen an uns vorbeitreiben sehen. Einmal Auge in Auge vor einem Kaiser-Pinguin hocken. Einmal auf dem knirschenden Packeis wandern… Na ja, man wird ja noch träumen dürfen!
Melanie Haaß, Cathrin Lührs, Iris M. Köpke

Definitivstes "Never Again"
Corona-Pandemie, die Welt igelt sich ein. Deutschland hortet Klopapier. Angeordnete Maßnahmen wirken nur zum Teil sinnvoll – wie das Desinfizieren von Verkehrsschildern in Spanien und Italien. Oder Hundebesitzern ein teures Strafticket zu verpassen, weil die unwissentlich beim Gassigehen am Feldrand die unsichtbare Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein übertreten haben. Das brauchen wir nie wieder!!!
Iris M. Köpke

Lieblingsreise: Bhutan
Bhutan mit Aman: Ein Land, das vollkommen aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Wo niemand Cola mag, Zigaretten illegal sind und das Carpaccio aus Yak-Fleisch geschnitten wird. Wo man das Postamt nur in traditioneller Tracht betreten darf. Mit einer Landschaft wie einem Ölgemälde entsprungen und herzlichen Menschen, die noch felsenfest daran glauben, dass man dreimal am Tag eine gute Tat begehen muss. Und wenn es nur die ist, mit "Am Iris" (= Frau Iris) und ihrem gerade verheilten dreifachen Bänderriss im Schneckentempo zum Tigers Nest raufzukraxeln. Hinterher vertreibt eine Aman-Massage jeglichen Muskelkater – und im Zimmer prasselt ein mit Pinienzapfen entfachtes Feuer im Ofen. Mega!!!
Iris M. Köpke

Lieblingsreise: Costa Rica
Costa Rica: Das Land zieht einen beim ersten Schritt dort in seinen Bann. Die Ticos sind herzlich und aufgeschlossen – und sie lieben ihre Natur. Und die ist es auch, die mich so fasziniert. Aus dem Auto sieht man Tukans und Aras, sucht in Bäumen immer nach Faultieren und Affen und bestaunt die bunte Tier- und Pflanzenwelt. Die Hotels sind das i-Tüpfelchen. Mein Herz habe ich längst an die Origins Luxury Lodge verloren. Der Blick bis zu den Nicaragua-Seen und der private Hot Tub, von dem aus ich die Natur beobachten kann, sind ganz besonders! Ebenso toll ist die wilde Pazifikseite, die ganz im Süden abenteuerlustigen Reisenden den aufregendsten Transfer zu Wasser bieten kann, den ich bisher erlebt habe!
Cathrin Lührs

Lieblingsreise: Malediven
Viele unserer Leser würden jetzt vermutlich sagen: Malediven? Standard im Luxussegment. Für mich war diese Reise trotzdem ein Highlight, ein kleiner Befreiungsschlag. Mitten in der Pandemie, alle noch mehr oder weniger ans Homeoffice gefesselt. Schon die Anreise fühlte sich surreal an – vielleicht zehn Flüge gingen an diesem Tag überhaupt raus. Geplant war eine Reise durch drei Resorts. Doch im zweiten Hotel gab's einen Verdachtsfall und wir standen vor der Wahl, direkt abzureisen oder ohne Weiterreise auf dem Atoll zu bleiben. Wir entschieden uns fürs Bleiben. Noch ein paar Tage türkisblaues Wasser, Sonne, eine großartige Gruppe und für einen kurzen Moment war diese blöde Zeit ganz weit weg.
Melanie Haaß
Fotos: Pinguine in der Antarktis: aussieanouk/stock.adobe.com / alle anderen: LuxusInsider