Luxus-Geheimtipp Piemont

Italien

Bella Italia ­– wie sehr haben wir Dich letztes Jahr vermisst! Für diese Saison machst Du Dich nun besonders schick: mit neuen Luxushotels von der Toskana bis nach Sizilien. Doch auch in einer Region, die von Reisenden aus der DACH-Region nur allzu oft übersehen wird, wächst gerade eine prächtige Luxusreisen-Infrastruktur heran: im Piemont. Doch wie entdeckt und erkundet man Geheimtipps, die hierzulande kaum jemand kennt? Mit einer DMC, die die Region wie ihre Westentasche kennt, viel "exclusive access" hat und ganz gezielt auf Undertourism setzt. Los geht's ­– zur Entdeckungsreise durch das Piemont mit Zefiro!

HOTEL-TIPPS Casa Fantini, Pella

Vielleicht liegt es daran, dass hinter dem Casa Fantini die Badarmaturen-Dynastie Fantini steckt, die über jahrzehntelanges Knowhow für Wohnlichkeit verfügt. Auf jeden Fall betritt man das versteckt an der Uferpromenade des Orta-Sees liegende Boutique-Hotel und fühlt sich sofort wohl und zuhause. Modernes italienisches Design, frische Blumen, viel Tageslicht und ganz viel Platz ­– ja, hier möchte man bleiben. Fragt sich nur, in welchem Zimmer: Es gibt vier Prestige Rooms, fünf Superior Rooms und zwei Suiten. Sie alle punkten – natürlich! – mit ultra-luxuriösen Badezimmern. Jedes Bad fungiert gleichzeitig als privates Mini-Spa: Die Duschkabine mit Farbtherapie-Funktion kann auch als Hammam verwendet werden. Das kleine Hotel ermöglicht perfektes Storytelling. So ist der Apfelkuchen "Carletto's Cake", der jeden Nachmittag kostenfrei in der Lobby bereitsteht, nach dem Rezept des Bäckers Carletto gebacken, der einst direkt nebenan wohnte und dem Vater von Hotelbesitzerin Daniela Fantini genau diesen Kuchen jedes Jahr zum Geburtstag buk. Als er verstarb, ließ seine Familie den Fantinis das bis dahin streng geheime Rezept zukommen. Diese wiederum erwarb das ehemalige Bäckerhaus, in dem nun die beiden Suiten untergebracht sind. Tipp: Wer nach dem kostenlosen Aperitivo nicht im Hotelrestaurant speist, verpasst etwas!

Kontakt für Reiseprofis: Giulia Paciotti, Sales & Marketing Managerin

Castello di Perno, Monforte d’Alba

Das Castello di Perno ist ganz sicher keine Unterkunft für Jedermann. Wenn Sie aber Kunden haben, die ein paar Tage in einer restaurierten Burg aus dem Jahr 1603 verbringen möchten und dazu noch Weinliebhaber sind, könnte dies ein ganz heißer Tipp sein. Die Burg inmitten des lieblichen Barolo-Anbaugebiets gehört einem wohlhabenden italienischen Anwalt, der hier gern Zeit mit seiner Familie verbringt. Ist er nicht da, wird das Castello vermietet – grundsätzlich nur komplett als Buyout. Dann verfügen Kunden über drei individuelle Schlafzimmer mit antiken Möbeln, die alle unbesorgt genutzt werden können. Und keine Sorge: Die En-Suite Badezimmer sind modern. (Es gibt unter dem historischen Dach noch drei weitere Schlafkammern, aber die sind eher etwas für Kids). Ein Highlight ist der umlaufende Garten, von dem aus man einen 360-Grad-Ausblick auf die Weinberge und kleinen Dörfchen mit ihren terrakottafarbenen Dächern hat. Toll für Yoga, Sundowner und andere Momente, die man in kompletter Privatsphäre genießen möchte! Ganz unter sich bleibt man auch im Spa im Keller zwischen uraltem Mauerwerk und modernen Design-Elementen. Auch Kunstfans werden sich hier wohlfühlen: Im Castello finden regelmäßig kulturelle Events statt, und überall entdeckt man moderne Kunstwerke zwischen den Antiquitäten. Im Mietpreis inbegriffen sind Gastgeber Matteo, der als Weinexperte gern eine Probe mit den edlen Tropfen des Familienweinguts anbietet, und das Hauswirtschafterpaar, dessen Plin-Pasta sensationell ist. Wichtig zu wissen: Das historische Gebäude ist nicht barrierefrei.

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Isola Bella Apartments, Lago Maggiore

Nein, wie entzückend: Hinter rauen, uralten Mauern ehemaliger Fischerhäuser mitten im winzigen Ortskern der Privatinsel Isola Bella im Lago Maggiore (siehe unten) sind 2019 drei schnuckelige, moderne Apartments entstanden. Sie ermöglichen Reisenden etwas bis dato Unmögliches: auf der privaten Insel der adligen Borromeo-Familie zu übernachten. Alle Apartments sind im skandinavischen Clean Chic eingerichtet, nur die Farbgebung (blau, grün oder creme) unterscheidet sich. Gästen stehen bis zu acht Betten, Klimaanlage und W-LAN zur Verfügung. In erster Linie nutzwertig, aber dennoch charmant. Herzstück eines jeden Apartments, das sich in den schmalen, hohen Gebäuden (ohne Fahrstuhl!) über diverse Stockwerke zieht, ist das ganz oben gelegene Wohnzimmer. Durch die vielen Fenster blickt man auf den glitzernden See und die historische Ortschaft, die komplett ausgestattete offene Küche zieht alle Mitreisenden geradezu magisch an. Selbst den Kochlöffel schwingen muss man hier aber nicht: Auf Wunsch kommt ein Privatkoch, der nicht nur fantastische Mahlzeiten zaubert, sondern die Küche jedes Mal so hinterlässt, als wäre sie nigelnagelneu. Natürlich kann man auch jederzeit essen gehen: Rundherum liegen diverse kleine Gaststätten. Ein viertes Apartment ist derzeit im Bau; wie seine Vorgänger wird es ausgesprochen zentral liegen. Ideal, um die kleine Insel zu erkunden – auch nachdem die Tagestouristen entschwunden sind.

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Einen Fehler sollte man in Turin auf gar keinen Fall machen: Diese kleine Stadt zu unterschätzen. Nein, sie hat nicht das gleiche Donnerhall-Renommee wie etwa Mailand, aber einen Besuch wert ist sie allemal. Wer die hübschen Plätze und spannenden Museen mit größtmöglicher Privatsphäre erleben möchte, ist in den Art Apartments des Palazzo del Carretto bestens aufgehoben. Der Name ist gut gewählt, die Unterkünfte sind in der Tat kleine Kunstwerke: Versteckt untergebracht in einem Wohngebäude aus dem späten 17. Jahrhundert wurden die vier Apartments und zwei Suiten liebevoll restauriert. Die historischen Decken, Fresken und Parkettböden wurden so weit wie nur irgend möglich erhalten – sattsehen eigentlich unmöglich. Heutzutage geht die Pracht der Vergangenheit eine spannende Melange mit top-modernen Desingermöbeln und moderner Kunst ein. Die Inhaber verstehen sich als Mäzene, die die lokale Kunstszene fördern möchten. Die verschiedenen Werke in jeder Suite stammen alle von ein und demselben Künstler, selbstverständlich ist alles käuflich erwerblich. Und auch die Festhalle strotzt nur so vor Kunst: Sie wurde in eine Galerie verwandelt, die alle ausstellenden Künstler vereint. Wer güldenen Stuck und Kronleuchter liebt, nimmt die Royal Suite. LuxusInsider hat sein Herz aber an die kleine Madame Suite mit ihren tollen Fresken verloren! Der Palazzo del Carretto ist auch zur Exklusiv-Nutzung buchbar.

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Wer hier sein Haupt bettet, gesellt sich zu einer illustren Runde: Neben der VIP-Riege um den Fußballverein Juventus Turin war unter anderem auch schon Madonna zu Gast im Principi di Piemonte. Das Grand Hotel besteht seit fast 100 Jahren und ist der Platzhirsch in Turin. Kein Wunder: Die Lage könnte zentraler nicht sein, der Ausblick über die Stadt ist sensationell, und das Alkemy Spa im Untergeschoss ist der Inbegriff von "klein, aber fein". Die Zimmer wurden kürzlich renoviert, ein Großteil des Mobiliars aber beibehalten. Typisch für Grand Hotels ist der klassische Look mit viel Holz, Marmor und dunklen, gedeckten Farben. Fröhlich-bunte Ausnahme und definitiv die Empfehlung des LuxusInsiders ist die Penthouse-Suite mit modernen Designer-Möbeln und kräftigen Farben (Foto). Gut zu wissen: Selbst die Einstiegskategorie Classic verfügt schon über eine separate Badewanne. Generell hält man sich hier gern im Bad auf: Das Hotel stellt einen solchen Reichtum an Beauty-Produkten zur Verfügung, dass man sich unweigerlich fragt, weshalb man eigentlich seine Kulturtasche mitgeschleppt hat. Auch die Welcome Amenity besteht neben frischem Gebäck und Pralinen aus einer Selektion von fünf Parfüm-Fläschchen – man ist schließlich im eleganten Italien. Highlight des Hauses sind die Eventräume im Untergeschoss: Selbst wenn Ihre Kunden nichts zu Feiern haben, sollten sich Architekturfans die atemberaubenden, prunkvollen Räumlichkeiten zeigen lassen!

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Paganoni, Head of Leisure Sales

Die Newcomer

Schon mal schockverliebt in eine Baustelle gewesen? Beim trendigen Casa di Langa ist die Gefahr jedenfalls groß: Mitten zwischen den Weinbaugebieten Barolo, Barbaresco und Alta Langa entsteht derzeit auf einem 42 Hektar großen Grundstück ein Eco-Resort vom Feinsten. 39 Zimmer in sechs Kategorien (die Suiten Monviso und Alta Langa ­– mega!) mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit und null Abstrichen beim Luxus. Alles wurde im Piemont handgefertigt, das Ergebnis ist sowohl schick als auch wohnlich. Restaurant, Bars, Spa – wir kommen wieder!

Geplante Eröffnung: 6. Juni 2021

Emanuela Carosso, Sales Manager

Bestimmt kennen Sie die legendäre Villa Crespi mit ihrer verschnörkelten Fassade und der Sterneküche. Derzeit werkeln die kreativen Köpfe des Hauses an einem neuen Projekt: Nur einen Katzensprung von der Villa Crespi entfernt entsteht direkt am Orta-See das Laqua by the Lake. Hinter einer dunklen Holzfassade liegen 18 Einheiten, alle mit Küche und umfangreichem Concierge-Service. Zu den Highlights dürften der Beachclub am beheizten Pool, das Spa und das E-Boot für nachhaltige Ausflüge gehören.

Geplante Eröffnung: 1. Juli 2021

Silvia Ferrari, Sales & Marketing Manager

Zefiro – Zahlen, Daten, Fakten

Ein paar gute Dinge hat die Corona-Krise doch hervorgebracht. Unter anderem die DMC Zefiro, die von Turin aus operiert, und das Piemont, das Aosta-Tal und Ligurien anbietet. Obwohl das 2021 gegründete Unternehmen noch sehr jung ist, ist das notwendige Knowhow definitiv vorhanden: Gründerin und Geschäftsführerin Barbara Cesario verfügt über jahrelange Erfahrung in der Luxusmoden-Branche und im High-End-Segment des Reisens, und das spürt man bei jeder Kontaktaufnahme. Für viele der hier vorgestellten Produkte ist Zefiro der General Sales Agent. Hier die wichtigsten Features im Überblick:

  • Spezialisierung auf Undertourism, authentische Erlebnisse und Individualisierungen für private Kleingruppen
  • Portfolio der Unterkünfte reicht von traditionellen Fünf-Sterne-Hotels über moderne Villen bis hin zu historischen Country Homes; das Zefiro-Team kennt jede einzelne persönlich
  • Viele Exklusiv-Zugänge zu "Hidden Gems" wie Schlössern und Weingütern, die nicht öffentlich buchbar sind
  • Exklusive Kontingente zu begehrten VIP-Erlebnissen wie den Secret-Dinner-Abenden beim White Truffle Festival in Alba, dem Gourmet-Festival Buonissima in Turin (Okt 2021) oder speziellen Packages rund um das ATP-Finale (Nov 2021)
  • Mega-Netzwerk an lokalen Persönlichkeiten, etwa Chauffeur (der sonst die Jungs von Juventus Turin fährt), Mixologist (Brand Ambassador von Martini und Lavazza), prämierter BBQ-Master etc.
  • Added Value bei Buchung über Zefiro (oder bei der Erwähnung von Zefiro bei einer Direktbuchung), u.a. kostenfreie Upgrades, VIP Welcome Amenity, inkludierte Aktivität, Spa-Voucher
  • Schnelle Reaktionszeit, auch an Abenden und Wochenenden
  • Auf Wunsch werden sämtliche Unterlagen als White Label verschickt
  • Wahl zwischen Provision oder Netto-Raten
  • sämtliche Partner, auf die die Gäste treffen, sprechen hervorragend Englisch

Kontakt: Barbara Cesario, Managing Director, barbara@explorezefiro.com, Mobiltelefon +39 3756861797

INSIDER-TIPPS

Hinter einer unscheinbaren Fassade im historischen Zentrum Turins verbirgt sich eine kulinarische Erfahrung, die Sie Ihren Kunden ruhig ans Herz legen können: ein Abend mit Profi-Koch Luca La Rosa. Mehr als zehn Jahre lang führte er ein erfolgreiches Seafood-Restaurant in der Stadt, inzwischen mag er es intimer: In einer Privatwohnung, die liebevoll mit Designermöbeln vergangener Epochen eingerichtet ist, empfängt er Gäste und lässt sie das Piemont mit dem Gaumen erkunden. Vom Aperitif – dem sensationellen Schaumwein Alta Langa Rösa von Cocchi – bis hin zu den Paprika-Streifen mit Sardellen-Knoblauch-Dressing tischt er auf, was sich auch die Einheimischen schmecken lassen. Auf Top-Niveau und saisonal, versteht sich. Zwischen den Gängen mit Weinbegleitung nimmt er sich die Zeit, sich zu seinen Gästen zu setzen und zu plaudern – über das Genießen, die Wohnung und das Leben im Allgemeinen. Zu weinselig zum Zurücklaufen ins Hotel? Sein Apartment ist auch als Bed & Breakfast buchbar. Tipp: Auf Wunsch geht Luca mit Privatgruppen über den täglichen Markt von Turin, kauft ein, probiert, und kocht im Anschluss mit allen gemeinsam. Oh, und wenn Ihre Kunden ein Wineglamping in den Weinbergen wünschen, ist Luca auch Ihr Mann!

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Oh, diese zartschmelzende Offenbarung! Pardon, aber inmitten eines Schokoladen-Paradieses fällt es schwer, sachlich zu bleiben. Ein Versuch: Früher reihte sich in der Via Cagliari in Turin ein Schokoladen-Hersteller an den nächsten. Übrig geblieben sind gerade mal zwei. Einer davon ist das Unternehmen Guido Gobino, das durch seine Nougatpraline Gianduiotto berühmt wurde. Mittlerweile stellt das Traditionsunternehmen verschiedenste Schoko-Leckereien her – und lässt sich dabei gern in die Karten schauen: Besucher werden durch die kleine Fabrik geführt, in der langjährige Mitarbeiter mit viel Gefühl und Erfahrung aus Kakao und regionalen Haselnüssen kleine, köstliche Kunstwerke schaffen. Man selbst steht im Hygiene-Outfit mittendrin und staunt, schnuppert – und spioniert: Unter anderem entdeckt man die Prototypen für die Osterkollektion 2022. Schön, dass das alles nachhaltig ist: Kakaobohnen etwa werden nur von Plantagen abgekauft, die für den Anbau weder Regenwald roden noch auf Kinderarbeit setzen. Und statt Rohrzucker wird italienischer Rübenzucker verwendet, das spart weite Transportwege. Im Anschluss geht es ganz nach oben, in das top-moderne Zusatzstockwerk. Hier befindet sich auch der Tasting Room für Besucher und man trifft mit etwas Glück den Maestro selbst: Guido Gobino freut sich über Gäste und kommt gern auf einen Plausch aus seinem Büro. Sollte der Schoko-Abstecher für Ihre Kunden aus Zeitgründen nicht möglich sein: In der Innenstadt gibt es einen kleinen Shop, in dem Zefiro gern private Chocolate Tastings arrangiert.

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro

Borromäische Inseln, Lago Maggiore

Alle wollen zum Lago Maggiore – aber immer nur zur einen Seite. Entsprechend voll dürfte es auch diesen Sommer an den Seeufern werden, die in der Lombardei liegen. Dabei hat auch die piemontesische Gegenseite einiges zu bieten, etwa die kleinen Borromäischen Inseln. Isola Bella, Isola Madre und Isola dei Pescatori befinden sich seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Adelsfamilie Borromeo. Besucher sind heutzutage herzlich willkommen, und zumindest Italiener und Amerikaner setzen zu Hunderten mit dem Boot von Stresa über. Kein Wunder, allein der Palazzo Borromeo (Foto) auf Isola Bella ist unglaublich beeindruckend: Kostbare Wandteppiche, prunkvoller Stuck und unfassbar gut erhaltenen antike Möbel, in denen schon der (wenig willkommene) Napoleon geschlafen hat, lassen ebenso staunen wie die unterirdischen Grotten. Das Obergeschoss nutzt die Familie noch heute als private Sommerresidenz. Draußen geht es fast noch besser weiter: in der weitläufigen barocken Gartenanlage mit ihren weißen Pfauen, die artig für Besucher ihr Rad schlagen. Zur Hochsaison vermutlich brechend voll, aber auch hier hat Zefiro eine spannende Möglichkeit: Gegen 17.30 Uhr, wenn das Gelände für die Öffentlichkeit geschlossen wird, kann für anspruchsvolle Gäste eine private Führung durch den Palast (fragen Sie nach Guide Federica!) arrangiert werden. Im Anschluss geht es pünktlich zum Sonnenuntergang zum Aperitivo in den Garten, den man nun ganz für sich hat. Logisch: Auch private Bootstransfers sind buchbar.

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Hier wird Tradition gelebt: Das Weingut Monfalletto in der Langhe-Region wird in der 19. Generation von der Familie Cordero di Montezemolo geführt. Seit 1340 verfeinern sie ihr Knowhow, um die edlen Tropfen über die Jahrzehnte weiterzuentwickeln. So entstand 1998 die Idee, aus einer Auswahl von Trauben der ältesten Rebstöcke aus den Top-Lagen den Barolo Riserva Gorette zu keltern und ausschließlich in der Magnum 1,5-Liter-Flasche in 1.000 handnummerierten Flaschen anzubieten. Der mindestens acht Jahre gereifte Wein kann ausschließlich vor Ort von Besuchern des Weinguts erworben werden, der Preis liegt zwischen 300 und 400 Euro. Generell gilt: Private Weinprobe unbedingt empfohlen! Und nicht nur die: Mit einem der engagierten Mitarbeiter über das Weingut und durch die Weinkeller zu streifen und dabei Barolo-Wissen zum Anfassen vermittelt zu bekommen, ist purer Sense of Place. Wein ist hier übrigens nicht das einzige Gewächs, das Aufmerksamkeit bekommt: Auf einem Hügel nahe des Haupthauses thront eine weithin bekannte, mehr als 100 Jahre alte Libanon-Zeder (Foto), die einst anlässlich einer Familien-Hochzeit gepflanzt wurde. Bis vor kurzem war sie öffentlich zugänglich, nun ist das Gelände privat. Gut für Luxuskunden: Sie können ein Picknick im Schatten des Baumes mit 360-Grad-Panorama buchen und bleiben garantiert ungestört. Wer sich an den Weinbergen nicht sattsehen kann, kann in den neuen, schnuckeligen Apartments des Weinguts übernachten. Sogar mit kleinem Pool!

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro

Isola San Giulio, Lago d'Orta

Und noch ein Inselchen, dass Sie Ihren Kunden nicht vorenthalten sollten ­– eigentlich sogar einen ganzen See: Der Orta-See ist nur durch einen hohen Berg vom Lago Maggiore getrennt. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten liegt er aber rund 100 Meter höher. Bedeutet: Im Sommer weniger schwül, weniger Krabbel- und Piekstierchen und auch weniger Touristen. Perfekt für Reisende, die in Ruhe ein Stückchen italienisches Paradies erkunden möchten, das zu Unrecht oft übersehen wird. Auf der Mini-Insel Isola San Giulio leben heutzutage ausschließlich Nonnen des Benediktinerordens, die ein Schweigegelübde abgelegt haben. Bei einem Rundgang durch die einzige Gasse der Insel kann man sie oft sehen – und sonntags sogar wunderschön singen hören. Bitte die Basilika nicht vergessen, hier aber nicht stumpf wie die anderen Besucher die klobige Kanzel anstarren. Viel spannender ist die Rückseite der hintersten Säule auf der linken Kirchenseite: Hier hat Vandalismus stattgefunden ­– vor sehr, sehr langer Zeit. Gläubige haben in feinstem Kirchenlatein ihre eigenen Wünsche und Gebete in die freskenverzierte Säule geritzt, außer Sichtweite des Priesters. Und diese "Graffiti" mit dem Jahr versehen: 1688, 1579 … irre! Den schönsten Blick auf See und Insel hat man übrigens von der Wallfahrtskirche Sacro Monte d’Orta aus. Und ein Bummel durch das toll erhaltene Örtchen Orta mit seinen Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert lohnt sich auch – wir empfehlen Guide Cosetta!

Kontakt für Reiseprofis: Barbara Cesario, Zefiro (GSA)

Das sagt die Branche

Wie glauben Sie wird sich Italien dieses Jahr als Reiseziel schlagen – insbesondere im Luxussegment?

"Sehr gut! Zur Zeit sehen wir eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Italien-Reisen, insbesondere ab August. Unsere Kunden scharren mit den Füßen und möchten unbedingt buchen und reisen. Italien ist sehr wichtig für uns. Wir haben in Zusammenarbeit mit ENIT zahlreiche Marketing-Aktionen geplant, unter anderem zwei Podcasts, die Ende April (Teil 1) bzw. Ende Mai (Teil 2) auf unserer 'Come Closer'-Plattform veröffentlicht werden. Italien lockt dieses Jahr mit spannenden Neueröffnungen wie zum Beispiel dem Castello di Reschio in Umbrien, das erfahrene Luxus-Reiseexperten schon jetzt als den neuen Hotspot in Europa bezeichnen. Hinzu kommen Häuser wie das neue Baglioni Resort Sardinia sowie das bekannte San Domenico Palace auf Sizilien, das im Juni als Four Seasons Hotel eröffnet. Selbstverständlich alle buchbar bei Dertour Deluxe – wir sind definitiv gewappnet."

Mike Lehmann, Director Dertour Deluxe

Fazit

Wenn man sie denn von beiden Regierungsseiten aus ungehindert reisen lässt, werden sie kommen – die sonnenhungrigen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stand heute gehen die meisten Veranstalter von einer guten Italien-Saison aus, Italiens erste Öffnungsschritte machen Hoffnung. Ein Grund mehr, die eigenen Kunden in Ecken zu schicken, die nicht völlig überlaufen sein werden. Denn Menschenmassen werden noch sehr, sehr lange out sein. Das Piemont mit seinen 48 Sterne-Restaurants hat daher gute Chancen, sich hier als neuer Player im Luxussegment zu platzieren. Geben Sie der Region ruhig eine Chance!

Text: Iris M. Köpke